Ach du schönes Afrika

„Ich kann mich an keinen Morgen in Afrika erinnern, an dem ich aufgewacht bin und nicht glücklich war.“ – Ernest Hemingway, US-amerikanischer Schriftsteller.

Reisen in Afrika

Wenn man an Urlaube, Reisen oder ans Backpacking denkt, denkt man in den meisten Fällen zunächst an Südostasien oder vielleicht auch Amerika. Doch auch das Reisen in Afrika kann unglaublich spannend sein, da sich auch dieser Kontinent unabhängig vom Rest der Welt entwickeln konnte. Dadurch entstand in Afrika eine ganz eigene Kultur und natürlich sind auch die klimatischen Bedingungen und damit das Wetter anders als auf dem Rest der Welt. Eine Reise in diesen Teil der Erde wird dadurch sehr spannend.

Afrika ist bekannt als Wiege der Menschheit, der heute moderne Mensch homo sapiens entwickelte sich dort. Bis heute ist dieser Kontinent noch sehr ländlich und vor allem auch durch eine hohe Geburtenrate geprägt. Geografisch ist der Kontinent in die folgenden fünf Regionen getrennt: Nordafrika, Westafrika, Zentralafrika, Ostafrika sowie das Südliche Afrika. Südliches Afrika darf dabei nicht mit dem Staat Südafrika verwechselt werden, doch zu diesem später mehr. Afrika umfasst offiziell im Moment 55 anerkannte Staaten, die Größten sind dabei Algerien, die Demokratische Republik Kongo und der Sudan. Das spannende am Reisen in Afrika ist dabei wohl, dass es so viele, fast unzählige kleine Völker und ethnische Gruppen gibt. Allein die über 2000 eigenständigen Sprachen zeugen von dieser Vielfalt. Um dennoch weitestgehend problemlos in Afrika reisen zu können, sind für Backpacker und Urlauber vor allem Englisch, Französisch und Portugiesisch sehr hilfreich. In Namibia und teilweise auch in Südafrika wird aber auch Deutsch gesprochen.

Reisen nach Afrika

Bevor man seine Reise nach Afrika beginnt, müssen sich Urlauber und Backpacker natürlich überlegen, wohin es gehen soll. Oder sie sollten zumindest eine Entscheidung treffen, von welchem Land aus die Reise starten soll. Um nach Afrika zu reisen, ist es meistens am sinnvollsten, einfach einen Flug in das gewünschte Land zu buchen. Wer bei seiner Reise in Afrika aber mobil sein möchte, oder eigenständig eine Reise plant, hat theoretisch auch die Möglichkeit, mit dem Auto dorthin zu reisen. Hierfür ist es am geschicktesten, sich von Spanien aus mit einer Fähre nach Marokko oder Algerien bringen zu lassen. Auch ohne Auto kann man natürlich mit einer Fähre auf den afrikanischen Kontinent Reisen. Welcher Weg für den Beginn der Reise nach Afrika am besten oder geeignetsten ist, ist hier individuell von den Urlaubern oder Backpackern abhängig. Es kann keine klare Empfehlung gegeben werden, klar ist nur, dass ein Flug schneller geht, gelegentlich aber teurer sein kann.

Länder in Afrika

Nun stellt sich natürlich noch die Frage, welche Länder zu Afrika gehören und was es auf diesem Kontinent grundsätzlich alles zu besichtigen gäbe. Die Länder Nordafrikas dürften den Meisten relativ bekannt sein. Darunter fallen Ägypten, Marokko, Tunesien, Westsahara und natürlich noch weiter. Diese Region liegt direkt an der südlichen Küste des Mittelmeeres und ist vor allem als Urlaubsziel für Strandurlaube sehr bekannt. Darunter liegt die Sahelzone, mit diesem Begriff sind die nordafrikanischen Staaten gemeint, die am Südrand der Sahara liegen, wie Sudan, Mali und Niger. Der nächste Teil des Kontinents ist Westafrika, also die Staaten, welche an der tropischen Atlantikküste liegen. Einige bekannte Beispiele sind Ghana, Kap Verde, Nigeria, Togo, Senegal und Guinea. Länder wie Kongo, Ruanda, Sambia, Kamerun und die zentralafrikanische Republik gehören zu Zentralafrika. Zentralafrika wird aufgrund seiner Lage auch häufig als das Herz Afrikas bezeichnet. Der vorletzte Teil ist Ostafrika, also die Staaten am Roten Meer sowie am indischen Ozean. Hierzu zählen Äthiopien, Kenia, Somalia, Uganda, Tansania und auch die Seychellen. Abschließend gibt es natürlich auch noch das südliche Afrika, also die Südspitze des Kontinents. Dazu zählen Mauritius, Namibia, Südafrika und Simbabwe.

Nationalparks

Afrika ist sowohl für seine wunderschöne Landschaft als auch für einige, vor allem für Europäer, sehr außergewöhnliche Tierarten bekannt. Hierunter fallen unter anderem Zebras, Giraffen, Büffel, Elefanten und Giraffen. Um die Tiere und auch die Natur zu schützen, gibt es in Afrika sehr viele Nationalparks, einige davon sollen nun erwähnt werden.

Sehr bekannt ist der Serengeti-Nationalpark in Tansania. Mit etwas Glück sieht man hier alle fünf der Big Five, also Elefant, Nashorn, Büffel, Löwen und Leoparden. Dort gibt es auch eines der ältesten Ökosysteme der Welt, sowie die Grat Migration, eine Wanderung von rund zwei Millionen Tieren zwischen diesem und dem Masai Mara Wildreservat in Kenia. Auch der Krüger Nationalpark in Südafrika ist sehr bekannt. Dort gibt es unzählige Seen und Hügel und vor allem Elefanten, Zebras, Büffel und Antilopen. Gelegentlich kann man sogar beobachten, wie Elefanten in den Seen baden. Weitere, wirklich atemberaubende Nationalparks sind der Etosha-Nationalpark in Namibia, der Amboseli-Nationalpark in Kenia und der Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda. In letzterem leben die letzten freien Berggorillas. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere, faszinierende und sehr wichtige Nationalparks.

Backpacking in Afrika

Afrika ist häufig nur als „normales“ Urlaubsziel, beispielsweise für Strandurlaube oder auch für Rundreisen bekannt. In der Backpacking-Szene hat sich der Kontinent bisher noch nicht richtig durchgesetzt, was einerseits sehr schade ist, andererseits aber auch gute Gründe hat. Insbesondere Zentralafrika schreckt viele Besucher ab, was an der doch sehr unsicheren, bzw. instabilen Rechtslage liegt ebenso wie an verschiedenen Gesundheitsrisiken. Viren wie Ebola oder der Nil Virus können eine Reise schnell beenden. Zudem ist Afrika auch als der Schwarze Kontinent bekannt, was an den feucht heißen Temperaturen liegt. Auch diese erschweren eine Reise. Doch wer den Trip nach Afrika wagt, wird in keiner Weise enttäuscht werden. Die unzähligen verschiedenen Kulturen, das unterschiedliche Essen mit Einflüssen aus verschiedenen anderen Teilen der Erde und auch die vielen Sehenswürdigkeiten machen das etwas anstrengendere Reisen schnell wieder gut.

Südafrika

Südafrika gilt als eines der Länder, die vor allem für Backpacker wohl noch am leichtesten bereisbar sind. Dies liegt in großen Teilen aber auch daran, dass dieses Land schon viel westlicher ist, als viele andere afrikanische Länder. Wer nach Afrika reist kommt meist in Kapstadt oder Johannesburg an und startet von dort aus mit der Reise. In dem Land in der Südspitze Afrikas findet man die unterschiedlichsten Einflüsse, sowohl was die Natur als auch, was die Kultur betrifft. Es gibt dort Regenwälder, Wüsten, Gebirge, Träumstrände und natürlich auch unzählige Wildtiere. In Südafrika ist die Infrastruktur mittlerweile sehr gut erschlossen, wodurch man sehr leicht durch das Land reisen kann. Auch Unterkünfte sind dort verhältnismäßig billig, es gibt auch viele Campingplätze und Hostels. Zum Einstieg eignet sich Südafrika also wirklich gut für Backpacker.

Afrika während einer Weltreise?

Das Reisen nach bzw. in Afrika ist für Backpacking-Anfänger vielleicht sehr beschwerlich und daher gerade zu Beginn vielleicht nicht ganz zu empfehlen. Doch wer sich traut, den schwarzen Kontinent zu bereisen, wird nicht enttäuscht werden, sondern vielleicht sogar die Reise seines Lebens erleben. Denn Afrika verzaubert und besticht schon allein dadurch, dass es nicht ganz so der typische Urlaub ist, wie in vielen anderen Ländern.